Michaele
Brüll
Michaele Brüll, in Aachen geboren, lebt und
arbeitet seit 2002 in Berlin. Aus dem Bereich Malerei kommend, konzentriert
sich Michaele Brüll seit einigen Jahren auf (vermeintlich) reißfeste
synthetische Textilfasern.
Michaele Brüll arbeitet im Grunde nach einem einfachen Prinzip:
Sie spannt (abgeschnittene) Nylonstrumpfhosen über bezogene Keilrahmen.
Die Konturen der Strümpfe und Nähte bilden dabei symmetrische
Strukturen, die durch unterschiedlichen Trägermaterialien und Farben
betont werden. Die Textur des Maschinenmaterials sorgt-je nach Dehnungsgrad-für
eine seltsam schwebende und schimmernde Struktur.
Michaele Brüll kombiniert die angezogenen Rahmen-40 x 35 cm große
Module-zu wanddeckenden Materialblöcken: über die serielle
Reihung lösen sich die Einzel-Nylons auf, werden zun architektonisch/konstruktivistischen
Kompositionen. Ornamentale Elemente, die sich erst bei näheren Hinsehen
entpuppen: als anschmiegsame Beinkleider. Dazu kommen Nylonarbeiten auf
Plexiglas, die mit der empfindlichen Oberfläche des transparenten
Gewebes spielen.
Doch ob sich die Rest-Strumpfhose in bunt-poppigen Einzelobjekten wiederfindet
oder zur Schablonen für gesprühte Strukturen wird-immer erzählt
das intime Material auch von Erotik, raunt Fetischismus, provozieren
Voyeurismus.
Was hat es mit den bekleideten Bildern eigentlich auf sich? Skuril,
witzig, seltsam ironisch sind sie auf jeden Fall.
zur Biographie von Michaele
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