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Roland Knoll

Das Spektrum der künstlerischen Arbeiten bewegt sich zwischen Interventionen im öffentlichen Raum, performanceartigen Kommentaren zu aktuellen gesellschaftlichen Vorgängen, Diainstallationen, ruhigen fotografischen Naturstudien, und Installationen, die aus allen diesen Bereichen schöpfen. Materialmäßig gibt es für die künstlerische Aussage keinerlei Begrenzung, (verfremdet) Fotografiertes, Geschweißtes, gestapelte Gegenstände, Fundstücke, Licht und Video oder Applikationen auf Glas verweben sich mit TonGeräusch MusikundVideo.

Wenn es sein muss, fliegen bei Barmusik gerade gefüllte edle Sektgläser unter plötzlich einsetzendem Stroboskoplicht- Musikbreak Varese- in den Partyhimmel, und der Boschhammer beginnt um Mitternacht im Keller sein Werk in dem Haus mit Vergangenheit, in dem sich noch Schatten des Vorherigen abzeichnen (Abbruchhaus Wintererstr. 3, „Alles geht den Bach runter...“, Knoll- Schäfer- Jerger 1986). Wir feiern trotzdem!

Zwischen Ironie, Ernsthaftigkeit und Hintersinn ist jede künstlerische Arbeit in einen umfassenderen Aussagekontext eingebunden; Kapitalismus, Schöpfung, Bürokratie, Justiz, Schönheit, Kunstbetrieb, Wissenschaft oder auch Gedanken zu Religion/ Philosophie können Auslöser für neue Arbeiten sein.

Ich pflücke die Sterne aus der Dreisam (für Olga Lina)

Der für diese Ausstellung neu aufgelegte Zyklus STA(I)RWAY TO HEAVEN, OLGA- LINA- STERNCHEN benutzt den Teil des Bildmaterials aus der Werkreihe IN SEQSENSE, welches in den Jahren 1997 – 2002 in Freiburg an dem Fluss Dreisam entstanden ist. Somit beendet dieser Zyklus auch die Werkreihe IN SEQSENSE der vergangenen 6-8 Jahre und rundet sie ab.

In einer Auflage von über einhundert werden die Stufen oder die Zwischenräume einer imaginären Himmelsleiter ihre virtuellen Einblicke in Sphären des Alls geben, die von der Erde aus nicht zu sehen sind, sich aber in äußerst kurzen Momenten trotzdem hier zeigen. Sie sind daher nur fotografisch darstellbar. Jedes fotografische Sequenzen- Bild (Diptychon) zeigt eine Sekundenveränderung von Millionen von Jahren.

zur Biographie von Roland Knoll